Unser Gasthaus

Unser Gasthaus mit großem Biergarten, einer Raucherlounge sowie einer gemütlichen Pension liegt in der Brückenvorstadt, zentral am Eingang zur Altstadt, direkt an der Alten Lahnbrücke und damit an einem der bedeutendsten historischen Verkehrswege des Mittelalters, der "Hohen Strasse". Diese war eine Teilstück der Handelsstrasse von Antwerpen nach Konstantinopel und brachte Limburg Reichtum und Bedeutung.

Schon seit vier Generationen in der Hand der Familie Neumann bestand es ursprünglich aus dem Haus, in dem sich jetzt der Frühstücksraum befindet. Erst später erwarb der Vater der heutigen Inhaberin die vorderen Räume, in dem sich der Gastraum und Pension befinden.

Gegenüber, auf der anderen Seite der Schleuse, befand sich der Städtische Schlachthof, daher war das "Weisse Ross" früher auch ein Treffpunkt der trinkfesten Metzger. Um 1813 machte der König Jeróme von Westfalen, der Bruder von Napoleon, auf seiner Flucht vor den Kosaken, Rast im "Weissen Ross". Er wurde aber durch den Ruf "Die Kosaken kommen" gestört und musste die Flucht nach Paris ohne ein Essen fortsetzen.

Über die Brückenvorstadt und die "Alte Lahnbrücke"

Bereits vor dem 15. Jahrhundert waren in der Brückenvorstadt Gärten und einige Weinberge vorhanden. Belegt ist auch das "Heiligen-Geist-Hospital" mit Haus, Kirche und Friedhof, das auf dem Gelände des heutigen Altenwohnheimes unmittelbar hinter dem Brückenturm stand. Im Oktober 1795 brannte die Brückenvorstadt fast komplett ab, wurde aber rasch wieder aufgebaut. Die Bewohner der Vorstadt waren hauptsächlich Fischer, Bauern und Gastwirte.

Ebenfalls in der Brückenvorstadt liegt das Kloster und Seminarzentrum der Pallottinerinnen, das in wenigen Fußminuten von uns aus zu erreichen ist. Gegenüber der Pallottinerinnen steht das Priesterseminar des Bistums Limburg.

1315-1345 wurde die erste steinerne Brücke über die Lahn gebaut und löste die bereits vorher bestehende Holzbrücke (vermutlich ab ca. 1160) ab. Ab 1357 wurde den Limburger erlaubt, einen Brückenzoll zu erheben. Dieser wurde die wichtigste Einnahmequelle der Stadt und bestand bis 1914.

Die Alte Lahnbrücke, direkt vor unserer Haustüre gelegen, ist eine 107 Meter lange, steinerne Bogenbrücke mit acht Bögen (davon zwei Landbögen), fünf Pfeilern aus Massenkalk, flankiert von zwei Türmen. Zwischen dem ersten und zweiten Pfeiler befand sich eine hölzerne Zugbrücke und der äußere Turm (er ist der zweitälteste Brückenturm Deutschlands) verfügte zusätzlich über ein Fallgitter, mit dem die Stadt abgeriegelt werden konnte.

Ende des Zweiten Weltkriegs wurden beide Limburger Brücken von einem deutschen Kommando gesprengt. Während dies bei der Autobahnbrücke gelang, schädigte die Detonation bei der mittelalterlichen Brücke nur einen Bogen und sie konnte bereits 1947/1948 wieder instand gesetzt werden. Erst durch den Bau der neuen Autobahnbrücke über die Lahn, die die Lücke auf der Autobahn A 3 schloss, verlor die Alte Lahnbrücke ihre überregionale Bedeutung.

Texte mit freundlicher Genehmigung aus dem Reiseführer "Limburg entdecken!" Mehr über den Reiseführer und Bestell- und Kaufmöglichkeiten finden Sie hier.

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